Ich bin noch nie einem Juden begegnet

Termin : Mo, 17.10.2022, 18:00

Partnerschaftsverein Ramla-Moers e.V., in Kooperation mit der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit e. V., der vhs und dem Grafschafter Museum

Ich bin noch nie einem Juden begegnet

Referent: Gerhard Haase-Hindenburg

Montag, 17.10.2022,18:00 bis 21 Uhr

Moers, vhs, Altes Landratsamt, Kastell 5b

 

Der Titel des Buches ist ein wenig provokant, doch die meisten Juden und Jüdinnen in diesem Land, haben diesen Satz schon mal gehört. Durch den Einsatz vieler lokaler Organisationen hat der Satz jedoch an Bedeutung verloren, weil vielen Menschen die Begegnung mit jüdischen Menschen in diesem Land ermöglicht wird.

 

Gerhard Haase-Hindenberg erzählt zunächst alltägliche Geschichten. Von Menschen, die mit ihrer Berufswahl in der Familie anecken; die überlegen, wie ihre sexuelle Orientierung mehr gesellschaftliche Akzeptanz erhalten kann; die ihren Wohnort verlassen und in andere Städte und Länder ziehen. Alltägliche Ge schichten aber sind es nur auf den ersten Blick, denn was sie verbindet und – zumindest vermeintlich – vom Alltag vieler trennt: Es sind Geschichten jüdischer Menschen.

Dagmar z. B. wurde gegen den Widerstand ihres Vaters Polizistin. Der war nicht dagegen, weil er den Be ruf für gefährlich oder „unweiblich“ hielt, sondern weil er überzeugt war, eine Jüdin sollte keine deutsche Uniform tragen. Zu präsent war ihm die Erinnerung, wie uniformierte Deutsche seinen Vater verschleppt hatten.

Oder Leo, der erzählt, wie er sich mit anderen queeren Aktivistinnen für einen „Pride Schabbat“ stark macht – seine Auseinandersetzungen in der Gemeinde kennen queere Katholiken ebenso. Und damit sind es auf den dritten Blick dann doch wieder alltägliche Geschichten: Lebensgeschichten aus Deutschland eben.

 

Im Anschluss an die Lesung steht Ihnen Gerhard Haase-Hindenberg für Fragen und Diskussionsbeiträge zur Verfügung.

Eine Anmeldung bei der vhs ist erforderlich (Tel. 201-565 oder www.vhs-moers.de)

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